Turnierbericht #1 – 22.02.2020 Friedrichshulde

Am 22.02.2020 (uh was für ein schönes Datum, vielleicht hat es uns Glück gebracht) ging es auf unser erstes Turnier für 2020. Mein erstes Turnier seit 2016 und Martys erstes Turnier seit 2015. Wir waren also beide deutlich raus und mussten in das Geschehen erstmal wieder reinkommen.

Genannt habe ich in Friedrichshulde eine 85er und 95er Hunterprüfung. Das war ein perfekter Einstieg, denn das Turnier ist bei uns um die Ecke und die 85er Hunter ist nicht zu hoch und ist nur für Erwachsene ausgeschrieben gewesen.

Ich musste ein Glück nicht alleine zum Turnier fahren. Viky und Kira sind als TT’s mitgekommen und meine Trainerin ist auch extra gekommen um mir zu helfen und mich durch den Tag zu bringen.

Auf dem Parkplatz haben sich Viky und Kira um Marty gekümmert und ich konnte mich in Ruhe umziehen. Dann bin ich erstmal ganz entspannt übern Hof Schritt gegangen. Ich war dritte Starterin, also musste ich dann auch anfangen abzureiten bevor es in die Parcoursbesichtigung ging. Mein Zeitmanagement ließ an dem Tag etwas zu wünschen übrig und ich glaube ich habe meiner Trainerin den ein oder anderen Nerv geraubt. Ich habe mich irgendwie total auf sie verlassen und selbst nicht mehr richtig mitgedacht – vielleicht war es aber auch ein wenig die Aufregung, die mein Gehirn ausgeschaltet hat.

Den Parcours durften wir mit Pferd abgehen. Ich bin mit Marty am langen Zügel durch den Parcours geritten und er war sichtlich unbeeindruckt. Mich hätte es auch gewundert, wenn er guckig gewesen wäre, denn früher war er immer die Ruhe selbst und ihm haben bunte Hindernisse mit Unterbauten nie interessiert. Aber man weiß bei der kleinen Wundertüte ja nie, daher war es ganz gut, dass die Pferde mit rein durften.

Vorm abreiten grauste mit am meisten, denn Marty hat ja immer noch teilweise Probleme, wenn ihm Pferde entgegenkommen. Das dann alles in einer kleinen Halle, viele Reiter und in den unteren Klassen herrscht ja doch immer ein wenig mehr Chaos. Ein Glück gab es nur eine Hand, damit haben wir das Problem mit entgegenkommenden Pferden schon einmal umgangen. Ich hätte gedacht, dass Marty etwas nervös ist, aber Fehlanzeige. Ich konnte ihn entspannt am längeren Zügel warmreiten und auch im Galopp ist er schön bei mir geblieben. Abspringen war ebenfalls kein Problem und dann ging es auch schon in die Prüfung.

Beim Einreiten war ich schon etwas aufgeregt. Man weiß ja nie was passiert, wenn die Pferde auf einmal alleine in der Halle sind. Ich habe mir beim Abgehen schon einen Punkt festgelegt, an dem ich Grüße und welchen Weg ich zum ersten Hindernis nehme, damit ich nicht beim Starten darüber nachdenken muss. Marty war überhaupt nicht guckig in der Halle und ist durch den Parcours geschnurrt, als würde er die letzten Jahre nichts anderes gemacht haben.

An ein paar Sprünge bin ich etwas unpassend rangeritten und habe ihn dann reingeschoben. Er hat das gut gelöst und keine Fehler gemacht. Nach Sprung sieben gab es einen etwas längeren Weg zu acht und fing ich an darüber nachzudenken, dass wir bis jetzt nichts gerissen haben und ich den Parcours total gern Fehlerfrei beenden würde. Das nachdenken war nicht gut, denn ich kam viel zu dich an Sprung acht und schob los. Marty sprang total flach ab, ließ die Stange aber glücklicherweise liegen. Wir konnten unser erstes Turnier somit Fehlerfrei mit einer Wertnote von 7,4 und somit Platz sechs beenden. Ich konnte das alles überhaupt nicht glauben, so ein gelungener Start in die Saison: fehlerfreier Ritt, braver Marty, entspanntes Abreiten und eine Platzierung. Ich bin so glücklich über diese Entwicklung und freue mich auf die Saison.

Ich hoffe, dass wir uns auch bei den nächsten Turnieren gut schlagen werden und wir auch bei einer anderen Konkurrenz mithalten können.

Und ich verspreche meiner Trainerin, dass ich dann mehr Fokus habe und nicht mehr so verplant wirke.