Februar 2020 – Wir reiten wieder Turnier

Der Februar hat leider nicht so schön begonnen, wie der Januar geendet hat. Marty hatte eine fette Blockade und lief ganz furchtbar. Er war einfach unglaublich fest und ließ sich gar nicht mehr nach links stellen und biegen. Ich bin überhaupt nicht mehr durchgekommen und dann bringt Reiten wirklich kein Spaß. Meine Trainerin hat ein Glück kurzerhand einen Termin bei ihrer Osteopathin vereinbart und Marty wurde dann entsprechend behandelt. Das Ergebnis war eine Blockade im Buggelenk und in der Brustwirbelsäule. Die Blockade in der Brustwirbelsäule war auch der Grund für sein „fest“ sein. Nach ein paar Tagen Entspannung durften wir wieder anfangen zu reiten und er war wie ausgewechselt. Er lief wieder locker flockig und war kein Brett mehr im Hals und Genick – ein Glück!

Das Springtraining wird immer besser und Marty macht sich- Er ist motiviert, arbeitet sehr gut mit und wir lernen von Trainingseinheit zu Trainingseinheit immer mehr. Wir hätten im Februar auch fast die perfekte Runde gedreht, aber leider nur fast. Aufgebaut war ganz viel Gymnastikarbeit und Marty war an dem Tag super gut drauf. Ich hatte ihn total gut am Bein und konnte ihn schön über meinen Sitz im Tempo regulieren. Die letzte Linie habe ich dann aber leider so dermaßen verpeilt, dass Marty stehen bleiben musste – das war aber voll und ganz reiterliches Versagen. Einmal neu angeritten und es lief, also alles halb so schlimm.

Ansonsten hat Marty im Februar bei den ganzen Stürmen (Dank Sabine, Viktoria und Wilma) ein paar Tage kurz alte Verhaltensmuster an den Tag gebracht und war super angespannt. Angefangen hat es, dass er bei Regen auf dem Paddock stand und Marty hasst regen. Da war seine Laune definitiv schon im Keller. Das hat er beim Reiten dann auch direkt deutlich gemacht, als er partout nicht zur Bande wollte um die Decke abzulegen. Grunzen, Rückwärtslaufen und vorne ein wenig hochkommen war die Devise – so ein Spinner. Ein Glück bringt mich das kaum noch aus der Fassung und ich habe meine Decke dann einfach jemand anderen zugeworfen und bin erstmal ordentlich getrabt und galoppiert, damit die Anspannung einmal raus ist. Das hat auch wunderbar funktioniert und wir konnten dann noch eine ganz gute Springstunde absolvieren. Die war leider nicht perfekt, denn ein Oxer wollte uns einfach nicht gelingen und die Stange viel immer und immer wieder. Das hat mich so gewurmt, dass es am Wochenende auf den Springplatz ging und ich mir ein Hindernis aufgebaut habe, was etwas höher war und wir konnten dann am Ende die 1,10 Meter ohne Fehler überwinden. Das war schon ein toller Erfolg für mich, denn ich hätte im Leben nicht gedacht, dass Marty diese Höhe ohne Fehler schafft.

Der Krönende Abschluss im Februar war aber definitiv unsere erste Turnierteilnahme. Knapp neun Monate habe ich darauf hingearbeitet, dass Marty so läuft wie er aktuell läuft und nun darf ich endlich die Früchte ernten. Ich denk, dass die Turnierteilnahme einen eigenen Blogbeitrag verdient, daher werde ich hier alles nur kurz anreißen und dann separat ausführlich berichten. Es war aber auf jeden Fall ein toller Tag, es hat unglaublich Spaß gebracht und Marty hat uns den 6. Platz in einer Hunter 85er geholt. Ich habe Blut geleckt und möchte unbedingt los. Mir bringt Turnierreiten einfach Spaß und ich freue mich auf die Saison.

Der Februar war also gespickt mit ein paar Highlights und Fortschritten, die mich total motivieren. Ich habe Lust mit weiterzuentwickeln und besser zu werden. Ich hoffe, dafür habe ich dieses Jahr noch ganz viele Möglichkeiten. Marty ist aktuell auf jeden Fall in seiner persönlichen Top-Form und ich hoffe, das bleibt so, denn dann können wir dieses Jahr ganz bestimmt noch viel Spaß haben.

Toi-Toi-Toi!